RouterOS auf einem vServer bei netcup installieren

Wie man das Image für die Installation ins passende Format konvertiert

Ich betreibe RouterOS nicht nur am heimischen Internet-Gateway, sondern auch in einem kleinen virtuellen Server als private Testinstanz. Die Installation des CHR-Images lässt sich dabei mit den nötigen Tools schnell und einfach erledigen. Wie das geht, erfährst du im folgenden Beitrag.

MikroTik bietet mehrere Varianten von RouterOS an. Neben der Version für die Installation auf eigener x86-Hardware gibt es zum Betrieb in virtualisierten Umgebungen auch den so genannten Cloud Hosted Router (CHR). Dieser eignet sich unter anderem für die Nutzung in diversen Cloud-Platformen oder KVM-Virtualisierungen. Am Beispiel von netcup zeige ich, wie das Image ins richtige Format konvertiert werden kann.

Die Konvertierung ins richtige Format

Das Disk Image steht dabei in einer Vielzahl von Formaten zur Verfügung, doch die angebotene RAW-Variante wird von meinem vServer leider nicht akzeptiert. Die Umwandlung ins QCOW2-Format, das sich hingegen problemlos installieren ließ, ist jedoch nicht kompliziert. Auf einem Linux-System muss dabei zunächst das RAW-Image heruntergeladen werden, beispielsweise mittels

wget https://download2.mikrotik.com/routeros/6.42.3/chr-6.42.3.img.zip

Anschließend wird die Datei entpackt und das ZIP-Archiv gelöscht:

unzip chr-6.42.3.img.zip
rm chr-6.42.3.img.zip

Voraussetzung für die Konvertierung ist das Programm qemu-img, das unter Debian im Paket qemu-utils enthalten ist und sich mittels

apt-get install qemu-utils

installieren lässt. Der eigentliche Konvertierungsvorgang dauert nicht lange und lässt sich mit folgendem Befehl bewerkstelligen:

qemu-img convert -f raw -O qcow2 chr-6.42.3.img chr-6.42.3.qcow2

Das RAW-Image wird dadurch ins QCOW2-Format konvertiert, beide Dateien verbleiben auf der Festplatte.

Die Installation am vServer

Anschließend wird das neu erzeugte Image zur Installation im so genannten Server Control Panel hochgeladen. Nach Auswahl des Servers werden unter Medien | Images | Zugangsdaten zum FTP Server die nötigen Anmeldedaten gezeigt und die Datei kann mit einem beliebigen FTP-Client eingespielt werden, woraufhin sie unter Eigene Images angezeigt und mit Klick auf den Server übertragen wird.

Der Upload des RouterOS-Images
Der Upload des RouterOS-Images

Zumindest bei älteren RouterOS-Versionen ist es nötig, vor dem Booten unter Allgemein | Medien den Treiber noch auf VIRTIO umzustellen.

Das war’s! Nach der Konfiguration der IP-Adresse und den Grundeinstellungen (siehe meinen Einführungsartikel) hat man ein virtualisiertes RouterOS zur Verfügung.

Florian Effenberger

Autor: Florian Effenberger

Florian engagiert sich seit über 14 Jahren für freie Software und ist einer der Gründer der The Document Foundation, der Stiftung hinter LibreOffice

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