Neue Ideen für die Zukunft der Open-Source-Treffen

Warum der Umzug des Café Netzwerk gleichzeitig auch neue Impulse für die Open-Source-Treffen geben kann

Freitagabend haben wir in München den neunten Geburtstag der Open-Source-Treffen gefeiert – eine verdammt lange Zeit und eine ziemlich reife Leistung, auf die wir unglaublich stolz sein können und für die ich unglaublich dankbar bin.

Neun Jahre: das ist der Weg eines Kindes von der Geburt bis weit in die Grundschule, die gesamte Laufbahn am Gymnasium, eine längere Zeit, als es das LibreOffice-Projekt schon gibt und ein Zeitraum, in dem man in der Ehe das verflixte siebte Jahr schon hinter sich hat. Vor neun Jahren sind die meisten von uns noch nicht mit Smartphones durch die Gegend gelaufen und das Internet hatte höchstens bahnbrechende 16 Mbit/s. Musikstreaming gab es zwar schon in den Anfängen, war aber ebenso wenig verbreitet wie Videostreams aus dem Internet. Die Welt war also fast noch schwarzweiß, nur den Euro gabs immerhin schon sieben Jahre lang.

Open-Source-Treffen
Open-Source-Treffen

Mein Leben war damals ein in vielen Bereichen völlig anderes und für viele der Teilnehmer gilt wohl ähnliches. Die Zeiten ändern sich, die Leute haben neue Lebensmittelpunkte, Familien werden gegründet und Karrieren begonnen.

Das ändert natürlich vieles und die Zeit für ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Nachwuchs steht nicht immer bereit. Die Arbeit bleibt an immer weniger Menschen hängen, mitunter kommen wenige Teilnehmer oder wir suchen händeringend nach Vorträgen und größere Aktionen wie unser Kochen haben wir schon lange nicht mehr gemacht.

Im Juli 2019, d.h. innerhalb eines Jahres, wird das Café Netzwerk in schöne neue Räumlichkeiten umziehen, die nicht nur weit größer und moderner als das jetzige Gebäude sind, sondern auch mit Grillplatz, Workshopraum und allerlei Annehmlichkeiten aufwarten können, die wir für unsere Ideen nutzen können. Ich habe schon tolle Fotos der neuen Location gesehen, die demnächst auch online stehen werden – das wird ein richtig schicker Veranstaltungsort mit ganz neuen Möglichkeiten! Wir haben uns schon im Spaß überlegt, welche Band wir zuerst zum Konzert laden wollen. ;-)

Und genau diese Möglichkeiten sollten wir nutzen, um den Open-Source-Treffen neues Leben einzuhauchen! Wir haben am Wochenende schon ein paar Ideen gesponnen und der ein oder andere hat dabei richtig Blut geleckt, die Themen voranzubringen.

Aktuell versuchen wir, ein paar Gedanken zu (virtuellem) Papier zu bringen und laden euch ein, auf unserer Mailingliste mitzudenken, Ideen und Gedanken zu sammeln, Fragen zu stellen und euch aktiv in die Gestaltung der künftigen Open-Source-Treffen einzubringen. Wir wollen erstmal wild drauflos sammeln um das Ganze dann in einen zweiten Schritt strukturieren und in konkrete Aufgaben und Ideen umwandeln. Ab dem Zeitpunkt sollte dann auch ein Name hinter jeder Idee stehen, damit sich jemand konkret den Hut dafür aufsetzt.

Die Möglichkeiten, die wir in der Kombination von Café Netzwerk und Verein haben, die sind phänomenal und in der Kombination einmalig – lasst sie uns nutzen und das ganze mit frischen Ideen füllen!

Ich freu mich auf eure Rückmeldungen, gerne auch hier in den Kommentaren!

Florian Effenberger

Autor: Florian Effenberger

Florian engagiert sich seit über 14 Jahren für freie Software und ist einer der Gründer der The Document Foundation, der Stiftung hinter LibreOffice

3 Gedanken zu „Neue Ideen für die Zukunft der Open-Source-Treffen“

  1. Es ist inzwischen das verflixte fünfte Jahr, wenn man zwischen Scheitern und Scheidung noch ein paar Monate vergehen lässt, ansonsten das verflixte sechste Jahr.

    (Florian: Die Tabelle hab ich mal entfernt, bei Nur-Text sieht die sonst ziemlich kaputt aus.)

    1. Man weiß ja nie, wieviel HTML erlaubt ist in den Kommentaren.

      Hatte ich nicht auch den Link eingefügt? Dann hätte man es sich da angucken können.

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